Leuchtender Pfad in der Kuppel

16. November 2018

Seit dem 4. Jahrhundert gilt das Labyrinth als Symbol der Suche, als Weg, den der Mensch beschreiten muss, um sich selbst und den Sinn seines Daseins zu erkennen. Der Mainzer Künstler Michael Wolff hat sich die starke Symbolkraft dieses Zeichens zu eigen gemacht und in der Mainzer Christuskirche eindrucksvoll in Szene gesetzt: Seit März schwebt in etwa 20 Metern Höhe ein Labyrinth in tiefblauem Licht in der Kuppel des Gotteshauses – eine Lichterscheinung, deren Bahnen nur mit den Augen ermessen und verfolgt werden können.

Dabei handelt es sich bereits um die vierte Installation, die Michael Wolff in Zusammenarbeit mit der Christuskirchengemeinde realisieren konnte. Die Vernissage fand am Mittwoch, dem 7. März, 19 Uhr, statt. Von da an kann das Labyrinth in der täglich bis 18 Uhr geöffneten Christuskirche bis zum 25. November besichtigt werden.

Begleitend zu der Installation sind zahlreiche Veranstaltungen geplant, wie zum Beispiel Konzerte und Workshops mit Kindern und Jugendlichen; auch wird es „blaue Stunden“ mit Musik und Texten aus Literatur und Wissenschaft, aber auch thematische Gottesdienste und Angebote über meditativen Tanz, Körpererfahrungen sowie zur Stille und Meditation geben. Eine Einladung an alle Gemeindemitglieder und Besucher, „über ihr eigenes Leben, ihre Suche nach Lebenssinn und ihren Glaubensweg neu nachzudenken“, so Pfarrerin Bettina Klünemann. Denn das sei es, was sie an den Installationen von Michael Wolff so schätze: „Dass sie Menschen in ihrem Fühlen und Denken über sich selbst hinausführen und sie ,Neuland‘ für sich entdecken – außen und in ihrem Innern. Das hat für mich viel mit christlicher Freiheit zu tun.“ Weitere Informationen unter: 

www.mainz-evangelisch.de