Auf Vergnügen programmiert

26. Februar 2020

Krise ist immer. Seit Beginn der Moderne kommt die Welt nicht zur Ruhe, immer scheint gerade etwas zu Ende zu gehen und etwas Neues sich anzubahnen. Was es jeweils ist oder war, kann niemand genau benennen. Aktuell scheint die Digitalisierung unsere Gesellschaft radikal umzuformen und vor allem die Bereiche Arbeit und Kommunikation komplett neu zu definieren. Was bleibt vom kulturellen Erbe, was kann, was muss hinübergerettet werden in die Zukunft? Das sind die Fragen, mit denen sich der V. Philosophisch-theologische Salon im Frühjahr 2020 befassen wird. Mit ihrer Themensetzung will diese Veranstaltung Antworten finden auf die alten Fragen nach dem Sein, nach dem Sollen, nach dem Sinn und nach dem guten Leben. Den Auftakt bildet am 11. Februar der Vortrag von Gerhard Schulz, emeritierter Professor für Soziologie der Universität Bamberg. Er fragt, wohin sich die Gesellschaft im 21. Jahrhundert bewegt. Berühmt geworden ist Schulz durch sein Buch „Die Erlebnisgesellschaft“, in dem er eine auf Spaß, Zeitvertreib und egozentrische Selbstverwirklichung fixierte Konsumgesellschaft beschreibt, für die Tugenden wie Solidarität, Anstrengung und Geduld keine Gültigkeit mehr zu besitzen scheinen.