Selig sind, die da tanzen

16. November 2018

Für den Johanniter-Orden sind die „Seligpreisungen", die am Anfang der Bergpredigt Jesu stehen, von zentraler Bedeutung. Denn sie geben den Johannitern zu allen Zeiten Orientierung für ihr Handeln. Das Vertrauen in Gottes Kraft ermutigt sie dazu, sich Kranken, Armen und Bedürftigen zuzuwenden, so dass diese Wertschätzung und Glücklich-Preisung bereits jetzt erleben. Niemand muss auf das Jenseits vertröstet werden. Die Zahl 8 – so viele Seligpreisungen gibt es – spiegelt sich auch in den charakteristischen acht Spitzen des Johanniter-Kreuzes wider. Die hohe Bedeutung der Seligpreisungen bot jetzt den Anlass zu einer außergewöhnlichen künstlerischen Produktion: In Zusammenarbeit zwischen der erst 2009 gegründeten evangelischen Johannitergemeinde, der Tanzcompagnie Gießen und dem Manfred Becker Jazz-Ensemble entstand eine Performance, die mit den Mitteln der Musik und Bewegung den Wahrheitsgehalt und die Relevanz der Seligpreisungen für die Gegenwart auszuloten versucht. Besonderen Zauber erhält die Aufführung durch den Ort, an dem sie stattfindet: in der mittelalterlichen Komturkirche in Nieder-Weisel, die vor 800 Jahren erbaut wurde und früher im oberen Geschoss auch ein Hospital für Arme und Kranke beherbergte. Eingerahmt wurde die Performance „Verwandelte Worte“, die ein einziges Mal nur am Sonntag, dem 10. Juni, gezeigt wurde, durch Texte von Pfarrer Jörg Fröhlich. Als Benefizveranstaltung kommt der Erlös mehreren Projekten der Johanniter Unfall-Hilfe in Jordanien zugute. Dort wird Flüchtlingen aus dem Nachbarland Syrien geholfen.

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