Hundert für ein Hallelujah!

08. März 2019

Kein Werk der geistlichen Musik ist so berühmt wie das „Hallelujah“ aus dem Oratorium „Der Messias“ von Georg Friedrich Händel. Die Hoffnung auf Erlösung, wie sie die Ankunft des Messias verheißt, ist allen drei monotheistischen Religionen eigen. In einem gemeinsamen Projekt haben sich daher Studierende der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) und Musikerinnen und Musiker der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst (HfMDK), Geflüchtete und Menschen mit Migrationshintergrund daran gemacht, Unterschiede und Gemeinsamkeiten in ihren Religionen auszuloten und szenisch-musikalisch auf der Grundlage des Oratoriums von Händel zu gestalten. So gelingt es ihnen, mit der Inszenierung „Messiah für Alle: Händel auf Abwegen – ein szenisches Oratorium“ ein sichtbares Zeichen der Öffnung für kulturelle und religiöse Diversität setzen. Durch neue Arrangements und multikulturelle musikalische Einflüsse ist daraus ein Musiktheaterstück entstanden, das die großen Themen von Religion und Philosophie aufgreift und musikalisch mitreißend darstellt. Insgesamt sind rund 100 Mitwirkende an der Inszenierung beteiligt. Regie führen Maja Wolff und Timo Becker des Netzwerks "art-q-net". Der „Messiah für Alle“ wird an sieben Tagen im März in der Heiliggeistkirche am Dominikanerkloster in Frankfurt aufgeführt.