"Und ich sah den Himmel geöffnet" (Apk 19,11a)

16. November 2018

Ein Sommernachtstraum … Hunderte von Menschen waren am Abend des 16. Juli 2014 zur ersten Frankfurter „Nacht der Bibel“ auf den Unicampus Westend gekommen. Konzentrierte Stille herrschte im rot ausgeleuchteten Festsaal, wenn die Schauspieler Jürgen Holtz, Angela Winkler, Constanze Becker und Peter Schröder in mehreren Sequenzen Passagen aus dem Alten und Neuen Testament vortrugen.

Vor allem Holtz gelang es, mit seiner Stimme die Schönheit und Wucht der Schöpfungsgeschichte zu ungeheurer Lebendigkeit zu wecken, jeder Silbe, die er las, war anzumerken, wie intensiv und wie genau er sich mit dem Text beschäftigt hatte. Die Lesungen wurden immer wieder unterbrochen durch Musik, gespielt von der Ron Spielman Band, einer Formation mit der Sängerin Kileza, die sich speziell für dieses Ereignis zusammengefunden hatte und eigene Songs und Cover-Versionen berühmter Stücke vortrug.

Im oberen Stockwerk drängten sich die Menschen rund um das dort errichtete Nomadenzelt, die Ausstellung von Kinderbibeln und die Filmvorführungen oder lauschten dem Vortrag über Kriminalität in der Bibel und den Expertenrunden aus verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen. So unverkrampft, so offen für jede und auch für ungewöhnliche Deutungen und vor allem so unterhaltsam kann also eine Annäherung an die Bibel sein.

Mit dieser Veranstaltung hatte die EKHN Stiftung einen eigenen Beitrag zu den Feierlichkeiten anlässlich des 100jährigen Bestehens der Goethe-Universität leisten wollen, unterstützt dabei von Professor Dr. Stefan Alkier vom Fachbereich Evangelische Theologie. Er selbst erklomm um Mitternacht die Bühne und improvisierte ein langsames Solo auf der E-Gitarre – harmonischer Ausklang eines langen Abends Reise in die Nacht. Insgesamt eine stimmungsvolle Hommage an das mehrere Jahrtausende alte, vermutlich wirkungsmächtigste Buch der Menschheit.  Zu dieser Veranstaltung gibt es einen sechsminütigen Film. Sie finden ihn auf untengenannter Homepage www.nacht-der-bibel.de/video