Transformation des Gedenkens

02. März 2021

Die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz geschah am 27. Januar 1945, also vor 76 Jahren. Viele der Häftlinge, die diesen Tag erlebt haben, sind mittlerweile tot oder bereits sehr alt. Es ist leider abzusehen, dass in naher Zukunft der letzte Zeitzeuge verstorben sein wird. Umso wichtiger ist es, die Erinnerung an das, was damals geschah, lebendig zu halten. Archive, Museen und Gedenkstätten, aber auch Filme und Literatur sind aufgerufen, daran mitzuwirken, dass niemals in Vergessenheit gerät, welches Leid die nationalsozialistischen Machthaber Juden, Homosexuellen, politisch Andersdenken, Sinti und Roma und Menschen mit Behinderungen zugefügt haben. Der industrielle, perfekt organisierte Massenmord an Menschen darf sich niemals wiederholen.

Das Evangelische Dekanat Wiesbaden hat deshalb gemeinsam mit dem Medienhaus Wiesbaden das  Projekt „Wenn es keine Zeugen mehr gibt“ gestartet, bei dem Schülerinnen und Schüler Menschen danach befragt haben, welches Buch, welcher Film über die Shoah sie besonders bewegt hat. Diese Interviews wurden mit der Kamera aufgezeichnet. Herausgekommen sind bewegende Kurzfilme, die ab dem 25. Januar 2021 online zu sehen sein werden. Außerdem sollen sie am 21., 23. und 28. Januar bei den jeweiligen Filmvorführungen im Rahmen der Veranstaltungsreihe »Erinnern an die Opfer« gezeigt werden.

Das vollständige Programm zum Gedenken an die Befreiung von Auschwitz am 27. Januar finden Sie unter https://www.dekanat-wiesbaden.de/fileadmin/content/dekanat-wiesbaden/dokumente/27.Januar2021_Veranstaltungsreihe.pdf