Den inneren Kompass finden

10. Dezember 2019

„Zeichen setzen“ – unter diesem Titel veranstalten die Stiftung Deutsches Design Museum und die EKHN Stiftung seit 2018 in Kooperation kreative Projektwochen an Schulen. Angeleitet von professionellen Designern werden die Schülerinnen und Schüler in diesen Workshops dazu angehalten, religiöse Zeichen und Symbole wie zum Beispiel das Kreuz, den Fisch, den Davidstern oder die Hilal (Mondsichel mit Stern) zu untersuchen und deren vielschichtige Botschaften zu entschlüsseln.

Für welche Überzeugungen stehen diese „Erkennungszeichen“, so die ursprüngliche Bedeutung des Wortes „Symbol“? Und für welche Werte stehen die Heranwachsenden selber ein? Das herauszufinden ist ebenfalls Ziel der Projektwoche.

In einem zweiten Schritt bekommen die Jugendlichen dann die Möglichkeit, ihre individuellen Botschaften in ein sinnfälliges Zeichen zu übersetzen. Dabei soll ihre Fähigkeit geschult werden, abstrakte Inhalte bildhaft zu konkretisieren und anschaulich darzustellen.

Zum Abschluss können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die selbst entworfenen Symbole auf Alltagsgegenstände, etwa ein Lederband oder einen Schlüsselanhänger, übertragen – als sichtbares Zeichen für ihren inneren Kompass, der ihnen Orientierung auf ihrem Lebensweg geben soll. Im besten Fall kann diese Projektwoche dazu beigetragen, den inneren Kompass zu entdecken und zu aktivieren.

Die Ergebnisse der Workshops werden jeweils in einer abschließenden Präsentation vorgestellt. Zu entdecken sind dabei graphische Gestaltungen, die zum Teil von einer beeindruckenden Entschiedenheit und Konzentration aufs Wesentliche zeugen.

Schulform und Alter der Teilnehmenden sind ganz unterschiedlich und reichen von Grundschulkindern bis zu einer elften Klasse. In diesem Jahr findet der Workshop Ende November an der Heinrich-Kleyer-Berufsschule in Frankfurt, der Wiesbadener Grundschule Carlo Mierendorff und der Michael-Ende-Schule, einer Haupt- und Realschule, ebenfalls Wiesbaden, statt.