Den inneren Kompass finden

20. September 2019

„Zeichen setzen“ – unter diesem Titel haben die Stiftung Deutsches Design Museum und die EKHN Stiftung im September 2018 gemeinsam eine Projektwoche an zwei Frankfurter Schulen veranstaltet. Angeleitet von professionellen Designern wurden die Jungen und Mädchen der 11. Jahrgangsstufe an der Freien Christlichen Schule und der achten Klasse der Ziehenschule dazu angehalten, religiöse Zeichen und Symbole wie zum Beispiel das Kreuz, den Fisch, den Davidstern oder die Hilal (Mondsichel mit Stern) zu untersuchen und deren vielschichtige Botschaften zu entschlüsseln.

Für welche Überzeugungen stehen diese „Erkennungszeichen“, so die ursprüngliche Bedeutung des Wortes „Symbol“? Und für welche Werte stehen die Heranwachsenden selber ein? Das herauszufinden war ebenfalls Ziel dieses Workshops.

In einem zweiten Schritt erhielten die jugendlichen Teilnehmer dann die Möglichkeit, ihre individuellen Botschaften in ein sinnfälliges Zeichen zu übersetzen. Dabei sollte ihre Fähigkeit geschult werden, abstrakte Inhalte bildhaft zu konkretisieren und anschaulich darzustellen.

Zum Abschluss konnten die Schülerinnen und Schüler die selbst entworfenen Symbole auf Alltagsgegenstände, etwa ein Lederband oder einen Schlüsselanhänger, übertragen – als sichtbares Zeichen für ihren inneren Kompass, der ihnen Orientierung auf ihrem Lebensweg geben soll. Im besten Fall kann diese Projektwoche dazu beigetragen, den inneren Kompass zu entdecken und zu aktivieren.

Die Ergebnisse der Workshops wurden jeweils in einer abschließenden Präsentation vorgestellt. Zu besichtigen waren dabei graphische Gestaltungen, die zum Teil von einer beeindruckenden Entschiedenheit und Konzentration aufs Wesentliche zeugten.